Dr. phil., Diplompolitologe und Lehrer, war u.a. Jugendbildungsreferent an einer Evangelischen Akademie, Wissenschaftlicher Mitarbeiter einer Pädagogischen Hochschule und Lehrbeauftragter am Institut für Allgemeine Pädagogik der Universität Karlsruhe. Von ihm stammen eine ganze Reihe von Büchern und Zeitschriftenaufsätzen sowie von Beiträgen zu wissenschaftlichen Grundlagenwerken.
Amokläufe an Schulen stellen vor ein Rätsel: Wie kommt es, dass aus unauffälligen Schülern plötzlich Killer werden? Obgleich die gesellschaftlichen Ursachen deutlich sind, werden mit Vorliebe individualistische Erklärungsansätze herangezogen. Das Buch legt dar, inwiefern eine solche Sicht zu kurz greift, und wirft dabei einen kritischen Blick auch auf die Schule. Es zeigt, wie diese selbst derartige Extremreaktionen begünstigt und damit mitschuldig an den Amokläufen ist. Solange sie die gesamtgesellschaftlichen Defizite reproduziert, kann sie der inneren Vereinsamung und Bindungslosigkeit von Amokläufern nichts entgegensetzen. Andererseits existieren bewährte Konzepte der Kriminologie, durch die antisoziales Verhalten reduziert werden kann. Nichts spricht dagegen, sie auf die Schulen zu übertragen. Allerdings hätte das eine weitgehende Umgestaltung von deren Struktur und Verfahrensweisen zur Folge.