- Hans-Peter Waldrich
- Dr. phil., Dipl. sc. pol., war Jugendbildungsreferent an der Evangelischen Akademie Schleswig-Holstein, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, Lehrbeauftragter am Institut für Allgemeine Pädagogik der Universität Karlsruhe und Lehrer an Berufsschulen und Gymnasien. Als zertifizierter Hypnotherapeut leitet er die "Praxis für gezielte Lernförderung".
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Der Markt, der Mensch, die Schule
Schüler laufen Amok, Schulen fühlen sich der Gewaltausübung ihrer Klientel nicht mehr gewachsen. Lehrer resignieren. Trotzdem wird auch am Bildungswesen gespart. Die sattsam bekannten Systemmängel werden damit noch verfestigt. So, wie sie sind, betreiben Schulen Auslese und schaffen Ungleichheit. Sie beschädigen das Selbstkonzept von Kindern und Jugendlichen und erzeugen ein Klima der Rivalität, das zur Konkurrenzgesellschaft passt. So behindern sie das Lernen eher, als dass sie es förderten. Dass hinter den offiziellen Bildungsplänen ein heimlicher Lehrplan wirkt, ist bekannt. Geändert wird wenig. Schlimmer noch: Schulen tragen zu einer Einstellung bei, die durch Indifferenz gegenüber dem eigenen Handeln geprägt und zugleich funktional für ein totalitäres System ist, das im Hintergrund des "Turbokapitalismus" lauert.
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