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Hernando Calvo Ospina, Katlijn
Declerq
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Rezension: Eine belgische Journalistin und ihr Berufskollege aus
Kolumbien haben sich auf die Suche nach Originalaussagen führender
Vertreter des antikubanischen Exils in Miami/Florida und in einigen anderen
Ländern gemacht. Dabei ist es ihnen gelungen, mit zahlreichen Berufsexilanten
ins Gespräch zu kommen und ihnen interessante und entlarvende Aussagen
zu entlocken. Das Buch lebt von dem Spannungsbogen zwischen gründlichen
Recherchen der Autoren über historische Hintergründe und Entwicklungen
des 40jährigen konterrevolutionären Kampfes des antikubanischen Exils
als Pflegekind des USA-Imperialismus und den »Originaltönen« in den
Interviews der Führer zahlreicher Exilgruppen. Meist finden sich
nichtssagende, abwiegelnde Äußerungen - auch auf konkrete Vorhaltungen
der Interviewer hin, die selbst wieder in ihrer Verharmlosung entlarvend
wirken. Ab und zu bläht sich auch einmal ein Exilführer vor Stolz
über seine »Erfolge« bei terroristischen Angriffen gegen das kubanische
Volk. Nach dem Desaster in der Schweinebucht zielt die geheimdienstliche
Strategie der Vereinigten Staaten im Rahmen der Ende 1961 beschlossenen
Operation »Mongoose« seit nunmehr 40 Jahren immer wieder darauf, im Inneren
Kubas eine Situation zu schaffen, die den USA dann den Anlaß für eine
»humanitäre Intervention« (in diesem Fall nicht mit der NATO, sondern
eventuell mit der Organisation Amerikanischer Staaten) liefern könnte.
Aktuelle Bezüge zum Wehgeschrei europäischer Politiker, einschließlich
des deutschen Außenministers Fischer, über die Festsetzung zweier
»Touristen« aus der Tschechischen Republik Anfang dieses Jahres in Kuba
findet man in Aussagen der Autoren über die Rolle der sogenenannten Nichtregierungsorganisation
(NGO) »Freedom House« und ihre Finanzierung durch die USA-Regierung. Dabei
enthüllen sie auch die Bemühungen, zunehmend europäische NGOs
in die antikubanischen Aktivitäten einzubeziehen, wobei eine christliche
NGO wie Pax Christi Holland eine unrühmliche Rolle spielt. Die Autoren
verschweigen nicht ihre Parteinahme für die kubanische Revolution und
ihr Ziel, mit diesem Buch zur Enthüllung der konterrevolutionären
Angriffe gegen das kubanische Volk beizutragen. Das ist in der heutigen
Zeit schon sehr viel. |
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