Losurdo: Demokratie  oder Bonapartismus

Domenico Losurdo
Freiheit als Privileg
Eine Gegengeschichte des Liberalismus
Neue Kleine Bibliothek 147,
464 Seiten

EUR 22,90 [D] / EUR 23,60 [A] / SFR 32,90
ISBN 978-3-89438-431-9

erschienen im April 2010

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Domenico Losurdo,
Professor Dr. phil., * 1941. Lehrt Philosophie an der Universität Urbino. Veröffentlichte zuletzt bei PapyRossa: »Demokratie oder Bonapartismus - Triumph und Niedergang des allgemeinen Wahlrechts«, »Kampf um die Geschichte – Der historische Revisionismus und seine Mythen«. Von seinen zahlreichen Büchern sind außerdem auf Deutsch u.a. erschienen: »Die Gemeinschaft, der Tod, das Abendland – Heidegger und die Kriegsideologie«; »Hegel und die Freiheit der Modernen«; »Der Marxismus Antonio Gramscis«.

Dem Liberalismus sei Freiheit, so heißt es, der höchste Wert. Es fragt sich indes: Welche und wessen Freiheit? Historisch hat sich für den Liberalismus und seine Theoretiker die Freiheit der Privilegierten gut vertragen mit der Unfreiheit und Unterdrückung der subalternen »Rassen«, Völker und Gesellschaftsklassen. Um diese These zu belegen, widmet sich Domenico Losurdo sowohl den bekannten liberalen Vordenkern wie John Locke oder Alexis de Tocqueville als auch weniger bekannten Autoren aus dieser Denkschule. Zugleich bezieht er stets die konkreten sozialpolitischen Verhältnisse der liberalen Gesellschaften Europas und der USA in seine Darstellung ein. So entsteht ein neues Bild jener politischen Tradition, die einerseits zum ersten Mal in der Geschichte die Einschränkung staatlicher Macht einfordert, dies andererseits aber nur für einen engen Kreis Privilegierter gelten lässt. Indem er dessen problematische und beunruhigende Aspekte aufzeigt, schreibt Losurdo die Geschichte des Liberalismus als unkonventionelle »Gegengeschichte«.

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