Erschienen im Februar 2004
Kurztext:
Als global "menschheitliche", massiv "nazistisch""
und ahistorisch "antisemitische" Katastrophe ist der "Holocaust"
zum Gemeinplatz geworden. Demgegenüber argumentiert Andreas Kunze
für die Reintegration der Vernichtung der europäischen Juden in den
Erklärungszusammenhang der modernen deutschen Geschichte und Kultur.
Seit der Goethezeit war die in Deutschland herrschende Kultur von polarisierten
Leitvorstellungen geprägt: Reinheit, Idealismus und Sittlichkeit
auf der einen, Schmutz, Materialismus und Unsittlichkeit auf der anderen
Seite. Im Kontext dieser "Kultur der Purität" findet die
Vernichtung von Menschen jüdischer Herkunft statt. Die Täter
sind "Reine Männer". Der Antisemitismus ist ein "kulturintegrierter
Antijudaismus". Der Holocaust ist die "Finale Entfernung"
von Schmutz, Materialismus und Unsittlichkeit.
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