Veranstaltungen mit unseren Autoren

30.01.2012 | 18:30 Uhr |
Internationales Zentrum |
Flachsmarkt 15|
47051 Duisburg|
(nicht rollstuhlgerecht)

Veranstalter:
Netzwerk gegen Rechts |
Rosa-Luxemburg-Club Duisburg

Einladung der Veranstalter

Veranstaltung in der jW-Ladengalerie
Das braune Netz

mit
Markus Bernhardt,
*1977. Ist Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN - BdA) und lebt in Berlin. Als freier Journalist und Autor arbeitet er für verschiedene Printmedien, unter anderem für die Tageszeitung junge Welt.

Als im November 2011 eine neofaschistische Terrorgruppe aufflog, die mehr als dreizehn Jahre lang ungehindert morden und bomben durfte, wurde ein Skandal ruchbar, der so mancher Verschwörungstheorie den Rang abläuft. Die Terroristen waren nicht etwa nur von den Strafverfolgungsbehörden nicht behelligt, sondern von den Inlandsgeheimdiensten auch noch gefördert worden. Während Regierungspolitiker den größten Geheimdienstskandal der BRD als technische Panne verharmlosen und sein wahres Ausmaß verschleiern, leuchtet Markus Bernhardt die Hintergründe des Zusammenwirkens der Geheimdienste und militanten Neonazis aus und nennt Verharmloser, Vertuscher und Förderer beim Namen. Wird dem Treiben des braunen Netzes mit seinen Fäden bis in den Staatsapparat hinein nicht energischer Widerstand entgegengesetzt, so steht zu befürchten, dass sich die zuständigen Behörden auch künftig mit Vorliebe der Kriminalisierung von Antifaschisten widmen, während die Nazis ungestört ihr blutiges Handwerk üben.


BernmhardtMarkus Bernhardt
Das braune Netz
Naziterror – Hintergründe, Verharmloser, Förderer
Neue Kleine Bibliothek 173, etwa 120 Seiten
ca. EUR 9,90 [D] / EUR 10,20 [A] / SFR 14,90
ISBN 978-3-89438-482-1


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Mittwoch, 01. Februar 2012
ab 20 Uhr
Stadtteilladen Zielona Gora,
Grünberger Str. 73,
Berlin-Friedrichshain

Roter Abend
Bürger_innenbeteiligung als Vehikel für wirtschaftsliberalen Staatsumbau?

mit
Thomas Wagner,
Dr. phil., *1967. Arbeitete als Kultursoziologe an der TU Dresden. Publiziert regelmäßig in Publikumszeitschriften. Veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze zur historischen Anthropologie der Demokratie, kritischen Institutionentheorie, politischen Philosophie und zur engagierten Literatur.

Aus erwählten Mündern erschallt zunehmend ein Ruf nach Demokratie. Die Vorhut bilden prominente Medienintellektuelle wie der Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel, Hans Herbert von Arnim oder Gabor Steingart. Sie fordern eine Zurückdrängung der Parteienmacht und die Erweiterung plebiszitärer Mitwirkungsrechte. Schaut man genauer hin, enthüllt sich das als scheindemokratische Demagogie, um die bestehende Elitenherrschaft plebiszitär zu legitimieren und den Widerstand gegen die ungehemmte Entfaltung der Marktkräfte zu lähmen. Da offen autoritäre Lösungen an Attraktivität eingebüßt haben, wird versucht, fortschrittliche Begriffe zu besetzen. Thomas Wagner zeigt, wie elitäre Gruppen demokratische Energien zugunsten eines Systemumsturzes von rechts umlenken wollen, welche Rolle Think Tanks und Strippenzieher dabei spielen und wer sie finanziert. Und er skizziert eine emanzipatorische Gegenstrategie, die wirklich mehr Demokratie erreicht.

WagnerThomas Wagner
Demokratie als Mogelpackung
Oder: Deutschlands sanfter Weg in den Bonapartismus
Neue Kleine Bibliothek 168, 143 Seiten
EUR 11,90 [D] / EUR 12,30 [A] / SFR 17,90
ISBN 978-3-89438-470-8


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Mi., 01.02.2012
ZAKK,
Fichtenstr. 40,
40233 Düsseldorf

Veranstalter: ZAKK

Website des Veranstalters

Daniel Cil Brecher liest
Der David – Der Westen und sein Traum von Israel

mit
Daniel Cil Brecher,
*1951 in Tel Aviv, Historiker und Autor. Er arbeitete an der Universität Haifa, an der Gedenkstätte Yad Vashem und war Direktor des Leo Baeck Instituts in Jerusalem. Er lebt heute in den Niederlanden. Brecher schreibt seit mehr als dreißig Jahren über jüdische Geschichte und den Nahostkonflikt.

»Der David« steht für die idealisierten Israel-Bilder des Westens, hinter denen sich eigene Interessen und das Schicksal des palästinensischen Volkes leicht verbergen lassen. Brecher skizziert diese Traumbilder und ihre politische Bedeutung an unterschiedlichen Beispielen: an den Geschichtsklitterungen, die über die Haltung der britischen Regierung 1917 gegenüber dem Zionismus und über die der USA 1947/48 gegenüber dem entstehenden Staat Israel verbreitet wurden, ebenso wie an den »besonderen Beziehungen« der USA und der Bundesrepublik Deutschland zum jüdischen Staat. Abschließend folgt ein Ausflug in die Welt der politischen Mythen. Er beginnt im Juni 1967, führt uns sodann in den Stadtstaat Florenz, in dem ein David-Kult zur Legitimierung von Herrschaft und Krieg betrieben wurde, und endet bei den Fans von Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur, deren ganz eigener Israel-Kult den »Juden« als Symbol des Opfers mit »Israel« als Symbol der Gewalt und Aggressivität verbindet.

BrecherDaniel Cil Brecher
Der David – Der Westen und sein Traum von Israel
Neue Kleine Bibliothek 166, 251 Seiten
EUR 15,90 [D] / EUR 16,20 [A] / SFR 21,90
ISBN 978-3-89438-468-5



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Do., 02. Februar 2012
19.30 Uhr
Köln
Evangelische Gemeinde
Tersteegenhaus,
Emmastr. 4

Veranstalter:
Friedensinitiative Sülz-Klettenberg,
Nahost-Friedenskreis Köln und Umgebung,
Melanchthon-Akademie

Einladung der Veranstalter

Palästina – Israel
Der Nahostkonflikt und die Sichtweise des Westens

mit
Daniel Cil Brecher,
*1951 in Tel Aviv, Historiker und Autor. Er arbeitete an der Universität Haifa, an der Gedenkstätte Yad Vashem und war Direktor des Leo Baeck Instituts in Jerusalem. Er lebt heute in den Niederlanden. Brecher schreibt seit mehr als dreißig Jahren über jüdische Geschichte und den Nahostkonflikt.

»Der David« steht für die idealisierten Israel-Bilder des Westens, hinter denen sich eigene Interessen und das Schicksal des palästinensischen Volkes leicht verbergen lassen. Brecher skizziert diese Traumbilder und ihre politische Bedeutung an unterschiedlichen Beispielen: an den Geschichtsklitterungen, die über die Haltung der britischen Regierung 1917 gegenüber dem Zionismus und über die der USA 1947/48 gegenüber dem entstehenden Staat Israel verbreitet wurden, ebenso wie an den »besonderen Beziehungen« der USA und der Bundesrepublik Deutschland zum jüdischen Staat. Abschließend folgt ein Ausflug in die Welt der politischen Mythen. Er beginnt im Juni 1967, führt uns sodann in den Stadtstaat Florenz, in dem ein David-Kult zur Legitimierung von Herrschaft und Krieg betrieben wurde, und endet bei den Fans von Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur, deren ganz eigener Israel-Kult den »Juden« als Symbol des Opfers mit »Israel« als Symbol der Gewalt und Aggressivität verbindet.

BrecherDaniel Cil Brecher
Der David – Der Westen und sein Traum von Israel
Neue Kleine Bibliothek 166, 251 Seiten
EUR 15,90 [D] / EUR 16,20 [A] / SFR 21,90
ISBN 978-3-89438-468-5



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Sa, 04.02.2012
11:00-17:30 Uhr
Alte Feuerwache
Gathe 6
Wuppertal

Publikumsoffene Jahresmitgliederversammlung der Marx-Engels-Stiftung.
Liberalismus als herrschende Ideologie

Referate von:

Ludwig Elm: »Liberalismusforschung in der DDR und aktuelle Kontroversen«
Georg Füberth: »Der Liberalismus im Koordinatensystem der Rechten und Linken«
Domenico Losurdo: »Liberalismus und Sozialismus - historische Bilanz und gegenwärtige Auseinandersetzung«
Holger Wendt: »Der andere Adam Smith - Über einen Klassiker, wie er nicht im Buche steht«

Dem Liberalismus sei Freiheit, so heißt es, der höchste Wert. Es fragt sich indes: Welche und wessen Freiheit? Historisch hat sich für den Liberalismus und seine Theoretiker die Freiheit der Privilegierten gut vertragen mit der Unfreiheit und Unterdrückung der subalternen »Rassen«, Völker und Gesellschaftsklassen. Um diese These zu belegen, widmet sich Domenico Losurdo sowohl den bekannten liberalen Vordenkern wie John Locke oder Alexis de Tocqueville als auch weniger bekannten Autoren aus dieser Denkschule. Zugleich bezieht er stets die konkreten sozialpolitischen Verhältnisse der liberalen Gesellschaften Europas und der USA in seine Darstellung ein. So entsteht ein neues Bild jener politischen Tradition, die einerseits zum ersten Mal in der Geschichte die Einschränkung staatlicher Macht einfordert, dies andererseits aber nur für einen engen Kreis Privilegierter gelten lässt. Indem er dessen problematische und beunruhigende Aspekte aufzeigt, schreibt Losurdo die Geschichte des Liberalismus als unkonventionelle "Gegengeschichte".

Losurdo: Freihert als PrivilegDomenico Losurdo
Freiheit als Privileg
Eine Gegengeschichte des Liberalismus
Neue Kleine Bibliothek 147,
464 Seiten
EUR 22,90 [D] / EUR 23,60 [A]
ISBN 978-3-89438-431-9


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Donnerstag, 09.02.2012
18.30 Uhr
Internationales Zentrum,
Flachsmarkt 1
47051 Duisburg
Raum 23

Veranstalter:
Rosa-Luxemburg-Club Duisburg
Duisburger Netzwerk gegen Rechts

Veranstaltung
Die Krise! Die Krise und die Linke?

mit
Andreas Wehr,
*1954. Jurist, wissenschaftlicher Mitarbeiter der »Konföderalen Fraktion der Vereinten Europäischen Linken / Nordische Grüne Linke« im Europäischen Parlament.

Die Krise des Euro hat die Schwäche der Europäischen Union mit ihrer gemeinsamen Währung und die grundlegenden Konstruktionsmängel der Eurozone schonungslos offengelegt. Es stellt sich die Frage, ob eine Währung ohne Staat auf Dauer überhaupt existieren kann. Wird sich die Eurozone spalten oder gar auflösen? Welche Rolle spielt Deutschland in dieser Frage? Was sind die Antworten der Linken in dieser Situation?

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Schwächen der Europäischen Union und ihrer gemeinsamen Währung Euro schonungslos offenbart. Grundlegende Mängel der Konstruktion der Eurozone wurden erkennbar. Heute rächt sich, dass es in der Europäischen Union wohl eine Währungs-, aber keine Finanz- und Wirtschaftsunion und schon gar keine Politische Union gibt. In der Krise um Griechenland stellt sich die Frage, ob eine Währung ohne Staat auf Dauer überhaupt existieren kann. Der Autor beschreibt, wie durch das Agieren von nationalen Regierungen, insbesondere der deutschen, von Europäischer Kommission und Europäischer Zentralbank die Spannungen in der Eurozone permanent angewachsen sind. Zwei Auswege sind seiner Ansicht nach möglich: Der Zerfall bzw. die Teilung der Eurozone oder aber der Aufstieg eines Hegemons, der den anderen Euro-Ländern seinen Willen aufzwingt. Dies kann aber nur Deutschland sein. Damit wäre der alte Konflikt wieder da. In dieser Krise steht daher viel auf dem Spiel.

WehrAndreas Wehr
Griechenland, die Krise und der Euro

Neue Kleine Bibliothek 154, 179 Seiten
EUR 12,90 [D] / EUR 13,40 [A] / SFR 22,50
ISBN 978-3-89438-443-2


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20.02.2012, 19.00 Uhr
Bezirksgeschäftsstelle/
Linker Treff,
Henny-Porten-Straße 10-12,
Berlin-Hellersdorf

Veranstaltung
Bankenkrise? Euro-Krise? Finanzkrise? Krise des Kapitalismus?

mit
Andreas Wehr,
*1954. Jurist, wissenschaftlicher Mitarbeiter der »Konföderalen Fraktion der Vereinten Europäischen Linken / Nordische Grüne Linke« im Europäischen Parlament.

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Schwächen der Europäischen Union und ihrer gemeinsamen Währung Euro schonungslos offenbart. Grundlegende Mängel der Konstruktion der Eurozone wurden erkennbar. Heute rächt sich, dass es in der Europäischen Union wohl eine Währungs-, aber keine Finanz- und Wirtschaftsunion und schon gar keine Politische Union gibt. In der Krise um Griechenland stellt sich die Frage, ob eine Währung ohne Staat auf Dauer überhaupt existieren kann. Der Autor beschreibt, wie durch das Agieren von nationalen Regierungen, insbesondere der deutschen, von Europäischer Kommission und Europäischer Zentralbank die Spannungen in der Eurozone permanent angewachsen sind. Zwei Auswege sind seiner Ansicht nach möglich: Der Zerfall bzw. die Teilung der Eurozone oder aber der Aufstieg eines Hegemons, der den anderen Euro-Ländern seinen Willen aufzwingt. Dies kann aber nur Deutschland sein. Damit wäre der alte Konflikt wieder da. In dieser Krise steht daher viel auf dem Spiel.

WehrAndreas Wehr
Griechenland, die Krise und der Euro

Neue Kleine Bibliothek 154, 179 Seiten
EUR 12,90 [D] / EUR 13,40 [A] / SFR 22,50
ISBN 978-3-89438-443-2


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22.2.2012,
19:00 Uhr
Stralsund
Volkshochschule,
Friedrich-Engels-Straße 28

Veranstalter:
Rosa-Luxemburg-Stiftung

Einladung der Veranstalter

Buchlesung
Anti-Sarrazin

mit
Sascha Stanicic
*1970, ist Bundessprecher der Sozialistischen Alternative (SAV) und verantwortlicher Redakteur des Internetportals und gleichnamigen Magazins sozialismus.info. Er ist seit 1987 aktiv in antirassistischen und antifaschistischen Bewegungen und war 1992 Mitbegründer der Jugend gegen Rassismus in Europa (Jeunes contre le Racisme en Europe – JRE).

Wenn es heißt, Thilo Sarrazin spreche unbequeme Wahrheiten aus, werden viele seiner Auffassungen nicht berücksichtigt. Das gilt vor allem für seine sozialpolitischen Vorstellungen. Denn Sarrazins Buch ist auch eine Kampfschrift für eine Sozialpolitik gegen die Mehrheit der Bevölkerung. Sascha Stanicic liefert fundierte Argumente gegen die Behauptungen Sarrazins. Er erklärt den Hintergrund der so genannten Integrationsdebatte, stellt Rassismus und Sozialabbau in einen gesellschaftlichen Zusammenhang und zeigt, dass sie zwei Seiten derselben Medaille sind. Ausführlich werden die Islamfeindlichkeit als neue Form des Rassismus analysiert und konkrete Vorschläge für linke Positionierungen etwa zu Kopftuchdebatte, Moscheebau etc. gemacht. Die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Frage des Zusammenhangs von Genen und Intelligenz werden zusammengefasst und das Phänomen des Rechtspopulismus beleuchtet. Nicht zuletzt macht der Autor Vorschläge für linke Alternativen zu Sarrazin.

Stanicic: Anti-SarrazinSascha Stanicic
Anti-Sarrazin
Argumente gegen Rassismus, Islamfeindlichkeit und Sozialdarwinismus
Neue Kleine Bibliothek 171, 168 Seiten
EUR 11,90 [D] / EUR 12,30 [A] / SFR 17,90
ISBN 978-3-89438-477-7


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Sa, 10.03.2012, 11:00-18:00
jW-Ladengalerie
Torstr. 6,
10119 Berlin

Veranstaltung
Aggressiver Euro-Imperialismus

Referate von:
Hannes Hofbauer, Rainer Rupp, Andreas Wehr, Lucas Zeise

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Schwächen der Europäischen Union und ihrer gemeinsamen Währung Euro schonungslos offenbart. Grundlegende Mängel der Konstruktion der Eurozone wurden erkennbar. Heute rächt sich, dass es in der Europäischen Union wohl eine Währungs-, aber keine Finanz- und Wirtschaftsunion und schon gar keine Politische Union gibt. In der Krise um Griechenland stellt sich die Frage, ob eine Währung ohne Staat auf Dauer überhaupt existieren kann. Der Autor beschreibt, wie durch das Agieren von nationalen Regierungen, insbesondere der deutschen, von Europäischer Kommission und Europäischer Zentralbank die Spannungen in der Eurozone permanent angewachsen sind. Zwei Auswege sind seiner Ansicht nach möglich: Der Zerfall bzw. die Teilung der Eurozone oder aber der Aufstieg eines Hegemons, der den anderen Euro-Ländern seinen Willen aufzwingt. Dies kann aber nur Deutschland sein. Damit wäre der alte Konflikt wieder da. In dieser Krise steht daher viel auf dem Spiel.

WehrAndreas Wehr
Griechenland, die Krise und der Euro
Neue Kleine Bibliothek 154, 179 Seiten
EUR 12,90 [D] / EUR 13,40 [A] / SFR 22,50
ISBN 978-3-89438-443-2



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Lucas Zeise nimmt die Weltwirtschaftskrise ab 2007 zum Anlass, um Stellung und Funktion des Finanzsektors im Kapitalismus zu analysieren. Er schildert, wie und warum dessen Bedeutung im Neoliberalismus größer denn je geworden ist. Er diskutiert dabei die verschiedenen Theorien über das Geld, das – nicht nur im Volksmund – die zentrale Institution und Kategorie im Treiben des Kapitalismus ist. Er geht der Frage nach, welche Rolle staatliche Institutionen für die Existenz von Banken und Finanzmärkten spielen; warum die Finanzinstitutionen einen so nachhaltigen Einfluss auf die Politik haben; wie es den Akteuren am Kapitalmarkt gelingt, immer größere Anteile des Gesamtprofits für sich abzuzweigen. Zeise versucht sich also an einer politischen Ökonomie des Finanzsektors und des Geldes. Die kleinen und großen Krisen des Kapitalismus, Inflation, Währungskrisen und Staatspleiten werden sorgfältig abgehandelt. Abschließend wird diskutiert, welche politischen Schritte notwendig wären, um eine Bändigung des Finanzsektor zu bewerkstelligen.

ZeiseLucas Zeise
Geld – der vertrackte Kern des Kapitalismus
Versuch über die politische Ökonomie des Finanzsektors
Neue Kleine Bibliothek 155, 192 Seiten
EUR 12,90 [D] / EUR 13,40 [A] / SFR 18,90
ISBN 978-3-89438-444-9


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16.03.2012
um 20 Uhr
Paderborn

Kulturwerkstatt

Veranstalter:
Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW e.V

Kooperationspartner:
Linkes Forum Paderborn

Veranstaltung
Bankrotteure bitten zur Kasse

mit
Jürgen Leibiger,
*Dr. oec. habil.,*1952. Dozent für Volkswirtschaftslehre an der Sächsischen Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Dresden

Die öffentlichen Schulden gelten als Beweis dafür, dass »wir über unsere Verhältnisse leben«. Es ist das vorletzte Wort einer bankrotten Wirtschaftspolitik zugunsten von Bankrotteuren; das letzte Wort heißt: »Wir müssen sparen.« Aber wer ist eigentlich »wir«? Und wie sind denn »unsere Verhältnisse«? Gibt es da nicht Gläubiger, die an den Staatsschulden jährlich Milliarden verdienen? Wer ist das, und warum sind diese Ausgaben sakrosankt, nicht aber die für Erziehung, Gesundheit, Kultur, Verkehr und andere öffentliche Güter? Und kann ein Staat überhaupt pleite gehen? Oder ist der Staatsbankrott vielleicht nur eine Chimäre? Muss es hingenommen werden, dass die Bankrotteure zur Kasse bitten und – wie der ausführliche historische Rückblick zeigt – am Ende immer den einfachen Leuten in die Tasche gegriffen wird? Das vorliegende Buch befasst sich mit den Mythen und Realitäten der Staatsverschuldung in Deutschland und damit, dass die Suche nach Alternativen zur gegenwärtigen Bankrottpolitik alternativlos ist.

LeibigerJürgen Leibiger
Bankrotteure bitten zur Kasse
Mythen und Realitäten der Staatsverschuldung
Neue Kleine Bibliothek 164, 274 Seiten, mit 26 s/w-Abb. u. 4 Tab.
EUR 16,90 [D] / 17,40 [A] / SFR 24,90
ISBN 978-3-89438-466-1


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Mi, 28.03.2012, 19.00 Uhr
jW-Ladengalerie
Torstr. 6,
10119 Berlin

Veranstaltung in der jW-Ladengalerie
Das braune Netz

mit
Markus Bernhardt,
*1977. Ist Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN - BdA) und lebt in Berlin. Als freier Journalist und Autor arbeitet er für verschiedene Printmedien, unter anderem für die Tageszeitung junge Welt.

Als im November 2011 eine neofaschistische Terrorgruppe aufflog, die mehr als dreizehn Jahre lang ungehindert morden und bomben durfte, wurde ein Skandal ruchbar, der so mancher Verschwörungstheorie den Rang abläuft. Die Terroristen waren nicht etwa nur von den Strafverfolgungsbehörden nicht behelligt, sondern von den Inlandsgeheimdiensten auch noch gefördert worden. Während Regierungspolitiker den größten Geheimdienstskandal der BRD als technische Panne verharmlosen und sein wahres Ausmaß verschleiern, leuchtet Markus Bernhardt die Hintergründe des Zusammenwirkens der Geheimdienste und militanten Neonazis aus und nennt Verharmloser, Vertuscher und Förderer beim Namen. Wird dem Treiben des braunen Netzes mit seinen Fäden bis in den Staatsapparat hinein nicht energischer Widerstand entgegengesetzt, so steht zu befürchten, dass sich die zuständigen Behörden auch künftig mit Vorliebe der Kriminalisierung von Antifaschisten widmen, während die Nazis ungestört ihr blutiges Handwerk üben.


BernhardtMarkus Bernhardt
Das braune Netz
Naziterror – Hintergründe, Verharmloser, Förderer
Neue Kleine Bibliothek 173, etwa 120 Seiten
ca. EUR 9,90 [D] / EUR 10,20 [A] / SFR 14,90
ISBN 978-3-89438-482-1


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30.03.2012
Ort und Zeit folgen

Eine Veranstaltung der DKP Dortmund

Veranstaltung
Griechenland, die Krise und der Euro

mit
Andreas Wehr,
*1954. Jurist, wissenschaftlicher Mitarbeiter der »Konföderalen Fraktion der Vereinten Europäischen Linken / Nordische Grüne Linke« im Europäischen Parlament.

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Schwächen der Europäischen Union und ihrer gemeinsamen Währung Euro schonungslos offenbart. Grundlegende Mängel der Konstruktion der Eurozone wurden erkennbar. Heute rächt sich, dass es in der Europäischen Union wohl eine Währungs-, aber keine Finanz- und Wirtschaftsunion und schon gar keine Politische Union gibt. In der Krise um Griechenland stellt sich die Frage, ob eine Währung ohne Staat auf Dauer überhaupt existieren kann. Der Autor beschreibt, wie durch das Agieren von nationalen Regierungen, insbesondere der deutschen, von Europäischer Kommission und Europäischer Zentralbank die Spannungen in der Eurozone permanent angewachsen sind. Zwei Auswege sind seiner Ansicht nach möglich: Der Zerfall bzw. die Teilung der Eurozone oder aber der Aufstieg eines Hegemons, der den anderen Euro-Ländern seinen Willen aufzwingt. Dies kann aber nur Deutschland sein. Damit wäre der alte Konflikt wieder da. In dieser Krise steht daher viel auf dem Spiel.

WehrAndreas Wehr
Griechenland, die Krise und der Euro

Neue Kleine Bibliothek 154, 179 Seiten
EUR 12,90 [D] / EUR 13,40 [A] / SFR 22,50
ISBN 978-3-89438-443-2


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Do., 26. April 2012,
20:00 Uhr
Bremen
Villa Ichon,
Goetheplatz 3


Georg Fülberth

Veranstalterin:
MASCH Bremen

Georg Fülberth
„Das Kapital“ kompakt

mit
Georg Fülberth
Professor Dr. phil., *1939. Lehrte Politikwissenschaft an der Universität Marburg. Publiziert regelmäßig in »Freitag«, »Konkret«, »junge Welt« und anderen Zeitungen und Zeitschriften. Zahlreiche Bücher und Buchbeiträge.

»Basiswissen« bringt in handlicher Form leicht verständliche kritische Einführungen in Grundbegriffe aus Politik, Geschichte, Gesellschaft und Ökonomie. Die vorliegende Einführung in »Das Kapital« unterscheidet sich von anderen auch dadurch, dass sie nicht polemisch zu belegen versucht, dieses Werk besser verstanden zu haben als jene. Sie zeichnet zwar ebenfalls dessen Gesamtargumentation nach, zeichnet sich aber dadurch aus, dass sie 1) besonderes Gewicht auf den dritten Band legt; 2) die Rehabilitation der reinen Arbeitswertlehre, wie sie im ersten Band entwickelt ist, übernimmt; 3) danach fragt, in welchem Verhältnis die Analyse der kapitalistischen Produktionsweise und die Untersuchung der Möglichkeiten ihrer Aufhebung in der Marxschen »Kritik der Politischen Ökonomie« zueinander stehen. Die Erkenntnisse der »Neuen Marx-Lektüre« und der »Monetären Werttheorie« werden dabei aufgenommen, aber vom Kopf auf die Füße gestellt. Das Ziel dieser Einführung ist erreicht, wenn die Leserinnen und Leser neugierig auf das Original werden und dessen Lektüre folgen lassen. Dieser Basistext kann ihnen dabei helfen, einen roten Faden durch die drei Bände zu finden.

Fülberth: Das Kapital kompaktGeorg Fülberth
„Das Kapital“ kompakt
Pocketformat, 132 Seiten
Basiswissen
EUR 9,90 [D] / EUR 10,20 [A] / SFR 14,90
ISBN 978-3-89438-452-4

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Do, 26.04.2012, 19.00 Uhr
jW-Ladengalerie
Torstr. 6,
10119 Berlin

Veranstaltung in der jW-Ladengalerie
Euroland ist abgebrannt

mit
Lucas Zeise,
*1944. Finanzjournalist seit mehr als zwanzig Jahren. Hat Philosophie und Volkswirtschaft studiert und im Laufe seines Berufslebens u. a. für das japanische Wirtschaftsministerium, die deutsche Aluminiumindustrie und die Frankfurter »Börsen-Zeitung« gearbeitet. War an der Gründung der »Financial Times Deutschland« beteiligt und schreibt in ihr eine regelmäßige Kolumne. Zuletzt erschien von ihm bei PapyRossa »Geld – der vertrackte Kern des Kapitalismus«.

Die Krise EU-Europas und der Euro-Währungsunion hat sich schlimmer und radikaler entwickelt, als selbst Pessimisten angenommen hatten. Lucas Zeise gibt dem Überleben des Euro keine Chance mehr. Er erklärt, warum dessen auf die Interessen der deutschen Unternehmen zugeschnittene Konstruktion diese katastrophale Entwicklung geradezu herausgefordert hat. Das Diktat der Finanzmärkte über die Politik war gewollt, ebenso wie der Wettbewerb der Staaten um die Gunst des großen Geldes. Kein Wunder, dass die globale Finanzkrise sich im Europa des Euro besonders verheerend auswirkt. Zeise liefert einen knappen Wegweiser durch die Etappen der Finanz-, Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise Eurolands und begründet, weshalb die Rettung aus der Misere weder aus einem neuen Spardiktat der deutschen Regierung noch der Regierungsübernahme durch die Europäische Zentralbank bestehen kann. Auswege aus der Krise sieht er in einem einheitlichen Schuldenschnitt sowie im Beginn einer Umverteilung des Reichtums.

ZeiseLucas Zeise
Euroland ist abgebrannt
Opfer – Profiteure – Alternativen
Neue Kleine Bibliothek 174, etwa 140 Seiten
ca. EUR 11,90 [D] / EUR 12,30 [A] / SFR 17,90
ISBN 978-3-89438-483-8


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02. 05. 2012
20:00 Uhr
München,
Evangelische Stadtakademie,
Herzog-Wilhelm-Str. 24

Veranstalter:
Petra-Kelly-Stiftung
Partner:
Evangelische Stadtakademie
Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe, München


Einladung der Veranstalter

Palästina – Israel
Der Nahostkonflikt und die Sichtweise des Westens

mit
Daniel Cil Brecher,
*1951 in Tel Aviv, Historiker und Autor. Er arbeitete an der Universität Haifa, an der Gedenkstätte Yad Vashem und war Direktor des Leo Baeck Instituts in Jerusalem. Er lebt heute in den Niederlanden. Brecher schreibt seit mehr als dreißig Jahren über jüdische Geschichte und den Nahostkonflikt.

»Der David« steht für die idealisierten Israel-Bilder des Westens, hinter denen sich eigene Interessen und das Schicksal des palästinensischen Volkes leicht verbergen lassen. Brecher skizziert diese Traumbilder und ihre politische Bedeutung an unterschiedlichen Beispielen: an den Geschichtsklitterungen, die über die Haltung der britischen Regierung 1917 gegenüber dem Zionismus und über die der USA 1947/48 gegenüber dem entstehenden Staat Israel verbreitet wurden, ebenso wie an den »besonderen Beziehungen« der USA und der Bundesrepublik Deutschland zum jüdischen Staat. Abschließend folgt ein Ausflug in die Welt der politischen Mythen. Er beginnt im Juni 1967, führt uns sodann in den Stadtstaat Florenz, in dem ein David-Kult zur Legitimierung von Herrschaft und Krieg betrieben wurde, und endet bei den Fans von Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur, deren ganz eigener Israel-Kult den »Juden« als Symbol des Opfers mit »Israel« als Symbol der Gewalt und Aggressivität verbindet.

BrecherDaniel Cil Brecher
Der David – Der Westen und sein Traum von Israel
Neue Kleine Bibliothek 166, 251 Seiten
EUR 15,90 [D] / EUR 16,20 [A] / SFR 21,90
ISBN 978-3-89438-468-5



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PapyRossa Verlag, Luxemburger Str. 202, 50937 Köln
tel 49 / 221 / 44 85 45
fax 49 / 221 / 44 43 05
e-Mail: mail@papyrossa.de
www.papyrossa.de